Kreispokalwettkampf

 

Bestimmungen der Disziplin Schnelligkeitsübung "Löschangriff" gültig für Übungen im Zuständigkeitsbereich des Kreisfeuerwehrverbandes Weimarer Land e. V.

 

1. Abmessungen der Übungsbahn und Aufstellungspunkte der Übungseinrichtungen- und Geräte (siehe Anlage/Zeichnung)

 

Die Übungsbahn für Schnelligkeitsübungen "Löschangriff" muß eine Gesamtlänge von 95 m aufweisen und soll eine Breite von maximal 20 m haben.

 

2. Mannschaft

Zur Mannschaft gehören sieben Angehörige einer Feuerwehr. Gemischte Mannschaften können bei mindestens 4 weiblichen feuerwehrangehörigen in der Frauenwertung starten. Wettkämpfer können nur einmal an den Start gehen.  Startberechtigt sind männliche und weibliche Angehörige einer Feuerwehr ab Vollendung des 16. Lebensjahres und abgeschlossener Grundausbildung (FwDV 2, 70-Stunden-Lehrgang) - der Nachweis des Alters und der Grundausbildung muß vorgelegt werden.

 

3. Teilnahme/Anmeldung

Die Anmeldung zur Teilnahme hat entsprechend der Meldefrist schriftlich zu erfolgen.

Spätere Meldungen werden nicht berücksichtigt.

Es wird pro Mannschaft ein Startgeld von 25,- EUR erhoben, welches nach erfolgtem Start erstattet wird.

 

4. Vorbereitung der Schnelligkeitsübung "Löschangriff"

Von der Mannschaft sind nach Aufruf zum Start auf einem 2,00 m x2,00 m großen Holzpodest innerhalb von fünf Minuten folgende Geräte beliebig bereitzustellen:

 

Anzahl

Geräte

Abmessung/Festlegung

3

B- Druckschläuche

20 m lang +/- 1 m , min  Ø75 mm

4

C- Druckschläuche

15 m lang  +/- 1 m ,min Ø 42 mm

3

A-Saugschläuche ohne jegliche Kupplungshilfen

1,60 m lang mit beweglicher Kupplung , Ø 110 mm, zwei davon schon gekuppelt

Oder

 

 

2

A-Saugschläuche ohne jegliche Kupplungshilfe

2,50 m lang mit beweglicher Kupplung, Ø 110 mm

 

Zwischen den Schlauchkupplungen sind keine anderweitigen Verbindungen (z.B. Gummierung der Schläuche ) zulässig.

In die Kupplung dürfen keine anderen Gegenstände hinein ragen.

Die Kupplungen dürfen sich nicht berühren.

 

1

Verteiler  B-CBC

An der B-Eingangskupplung des Verteilers ist ein Sicherungsstift zugelassen und aus Unfallschutzgründen empfehlenswert. Ein Tragegriff am Verteiler ist zulässig.

 

 

 

2

C-Strahlrohre mit oder ohne Absperreinrichtung.

Mundstücksweite max. Ø12,5 mm, Gesamtlänge eines Strahlrohres max. 50cm.

2

Kupplungsschlüssel

 

1

Tragkraftspritze

Genormte TS mit einer Nennleistung von mindestens 800 l pro Minute bei acht bar

1

Saugkorb

Mit Rückschlagventil

 

 

Alle Geräte müssen der gültigen DIN und den Bestimmungen der UVV entsprechen. Manipulationen an Geräten oder Geräteteilen sind nicht erlaubt.

 

Außer den Saugschläuchen dürfen keine Geräte über das Podest hinausragen. Die Druckschläuche können beliebig auf dem Podest abgelegt werden. Die Kupplungen dürfen sich nicht berühren. Das Warmlaufen der TS ist nur außerhalb der Übungsbahn statthaft. Der Aufbau hat nur durch die sieben Teilnehmer und den Mannschaftsleiter zu erfolgen.

 

Bei Frauenmannschaften dürfen Kameraden die TS 8 um Podest tragen. Der übrige Aufbau wird von den Teilnehmerinnen und den Mannschaftsleiter durchgeführt.

 

Der Schiedsrichter am Podest muß 30 Sekunden und 10 Sekunden vor Ablauf der Aufbaufrist (fünf Minuten) die Mannschaft auf die Beendigung der Vorbereitung aufmerksam machen und gleichzeitig auf Fehler hinweisen.

 

Nach Ablauf der Aufbaufrist müssen die Teilnehmer die Geräte verlassen und außerhalb der Übungsbahn Aufstellung nehmen. Werden Geräte nicht entsprechend der Übungsbestimungen abgelegt, so darf die Mannschaft nicht starten und er Versuch ist ungültig.

Die Mannschaft startet geschlossen von der hinteren bzw. Seitenstartlinie. Eine Verteilung auf beide Linien ist nicht statthaft. Über Fehlstart entscheidet der Starter durch Doppelschuss oder anderweitig.

 

5. Ablauf des Löschangriffs

Der Saugkorb muß vor dem Eintauchen in den Behälter angekuppelt sein und muß bis zum Ende des Löschangriffs an der Saugleitung angekoppelt bleiben. Er darf nicht gehalten werden, damit er nicht von der Leitung fällt. Das Nachkuppeln ist während des Löschangriffs gestattet. Die Stahlrohrführung kann beliebig sein. Körperteile, die den Erdboden berühren, dürfen nicht über die Angriffslinie hinausragen. Die gegenseitige Unterstützung der Trupps ist nicht statthaft. Der Kamerad, der die TS bedient, hat sich während des Laufes an der TS aufzuhalten.

Die Zeitnahme erfolgt, wenn beide Zielbehälter gefüllt sind. Ein Nachfüllen der Wasserbehälter mit Beginn der Entnahme erfolgt nicht.

 

Bei der Durchführung des Löschangriffs dürfen nur die dafür vorgesehenen Geräte verwendet werden.

 

6. Bekleidung

Einsatzbekleidung nach UVV Feuerwehr und DIN geprüft

 

Þ        Feuerwehrhelm

Þ        Feuerwehreinsatzbekleidung (Jacke und Hose)

Þ        Feuerwehrschutzhandschuhe

Þ        Knöchelumschließendes festes Schuhwerk

 

 

7. Geräte

Sämtliche Geräte sind durch die Mannschaft selbst zu stellen. Über Ausnahmen gestellter Geräte entscheidet der Veranstalter. Für die Einsatzbereitschaft der Geräte ist die Mannschaft verantwortlich.

 

8. Wertung der Übung

Es können zwei Läufe durchgeführt werden, wobei der bessere gewertet wird.

Bei beiden Läufen müssen die selben Geräte verwendet werden (Ausnahme technischer Defekt).

Bei Zeitgleichheit ist die Plazierung wie folgt:

 

1. und 2. Platz gleiche Zeit                Zwei 1. Plätze, ein 3. Platz

2. und 3. Platz gleiche Zeit                zwei 2. Plätze, kein 3. Platz

3. und 4. Platz gleiche zeit                 zwei 3. Plätze, kein 4. Platz

 

Bei Zeitgleichheit des 1. Und 2. Platzes entscheiden beide Mannschaften, ob ein Stechen durchgeführt wird oder nicht. Über den Verbleib des Wanderpokals entscheiden beide Mannschaften eigenständig bzw. bei Nichteinigung entscheidet der Veranstalter.

 

9. Disqualifikation

Mannschaften werden disqualifiziert,
 
Þ        wenn zwei Fehlstarts in einem Lauf verursacht werden,

Þ        wegen Verstoß dieser Bestimmung oder die Gebote der Fairneß,

Þ        bei Behinderung anderer Mannschaften bzw. Teilnehmer. Die geschädigte
          Mannschafterhält ein Wiederholungslauf

Þ        ungebührliches Benehmen eines Kameraden/einer Kameradin oder
          Mannschaftgegenüber der Schiedsrichter und Veranstalter,

Þ        falscher Angaben über Übungsteilnehmer,

Þ        Verwendung eines anderen als bereits kontrollieren Gerät der Manipulation am Gerät,
          wenn den Weisungen der Schiedsrichter/Wettkampfleitung durch Teilnehmer,
          Mannschaftsleiter und Betreuer keine Folge geleistet wird,

Þ        wo die Aufbaufrist überschritten wird,

Þ        bei Aufgabe der Mannschaft oder einzelner Teilnehmer

Þ        beim bewußten Übertreten der Angriffslinie, korrigiert der/die Teilnehmer dieses
          Versehen, erfolgt keine Disqualifikation

Þ        bei Zerstörung/Beschädigung an gestellten Geräten

 

Disqualifikationen werden vom Bahnschiedsrichter der jeweiligen Bahn ausgesprochen und vom Hauptschiedsrichter bestätigt.

 

10. Protest

es besteht das Recht, Protest einzulegen

Þ        bei Verstoß gegen die Übungsbestimmung

Þ        bei Bekanntgabe falscher Ergebnisse

Es wird eine Protestgebür in Höhe des Startgeldes erhoben.

Der Protest ist vom Mannschaftsleiter beim Bahnschiedsrichter der jeweiligen Bahn unverzüglich nach Beendigung des jeweiligen Laufes anzuzeigen und danach schriftlich innerhalb von 15 Minuten nachzureichen. Der Protest ist sofort zu bearbeiten und zu entscheiden. Die Entscheidung des Hauptschiedsrichters ist endgültig.

Wird dem Protest stattgegeben, erfolgt die Erstattung der Gebühr.

 

11. Mannschaftsleiter

Er ist für seine Mannschaft, einschließlich Betreuer, voll verantwortlich. Er achtet auf Disziplin seiner Mannschaft. Während der Übung darf der Mannschaftsleiter die Übungsbahn nicht betreten. Es ist nicht statthaft, das er sich in die Bewertung der Schiedsrichter einschaltet. Nur der Mannschaftsleiter darf für seine Mannschaft gegen Wertungsentscheidungen Protest einlegen.

 

 

12. Übungsleiter/Schiedsrichter

Þ        Hauptschiedsrichter

Þ        Starter

Þ        Bahnschiedsrichter

Þ        Schiedsrichter Saugleitung/Aufbau

Þ        Schiedsrichter Zeitnahme/Zielgeräte

Alle Schiedsrichter haben sich in Dienstbekleidung einzufinden.

 

13. Veranstaltungspflichten

Zum Schutz aller Teilnehmer und Wahrung ihrer Versicherungsgrundlagen ist die Einhaltung der UVV und Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse unabdingbare Pflicht.

 

 

 

Empfehlung

Im Interesse einer einheitlichen Wertung sollten die Bestimmungen der Disziplin "Löschangriff" auch als Wertungsgrundlage für Feuerwehrübungen gelten, die innerhalb einer Verwaltungsgemeinschaft oder Einheits-/Verbandsgemeinde durchgeführt werden.

 

Diese Bestimmungen der Disziplin "Löschangriff treten mit Wirkung vom 01.07.2013 in Kraft und gleichzeitig alle vorherigen außer Kraft.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   
© 00-15 Kreisfeuerwehrverband Weimarer Land e.V. Alle Rechte vorbehalten. Letztes Update: 06.11.2015 19:00